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Spelterinis Ballon und die Drohne

Die Ausstellung nimmt die Fotos Spelterinis aus der Graphischen Sammlung der Nationalbibliothek zum Ausgangspunkt, um eine Geschichte der Luftaufnahme in der Schweiz zu erzählen. Sie führt über das Fotografieren aus dem Flugzeug und dem Satelliten bis zur Drohne. Im vorletzten Jahrhundert erforderte das Aufnehmen von oben Pioniergeist. Heute machen Drohne die Luftfotografie allgemein zugänglich.

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Wie sieht die Schweiz von oben aus? Diese Frage beantwortet Eduard Spelterini für viele ein erstes Mal. Mit seinem Gasballon steigt Spelterini in Zürich, Kandersteg oder Kairo auf und fotografiert die unter ihm vorbeiziehende Erde. Damit beginnt die Geschichte der Luftaufnahme in der Schweiz. Spelterinis Fotografien eröffnen neue Perspektiven.

Flugzeug, Satellit und Drohne haben die Luftaufnahme seither grundlegend verändert. Die neuen Fluggeräte bringen neue Auflösungen und Anwendungen. Als Satellitenbilder im Internet sind Luftaufnahmen heute allgemein zugänglich. Per Drohne kann jede und jeder selbst im Flug fotografieren und filmen. Luftaufnahmen gehören zur Alltagskultur. Seit Spelterini stehen sie für eine andere Sicht der Dinge. Der Blick von oben vereint Wissen über Landschaft, Technik und Ästhetik. Er bringt Verborgenes zum Vorschein und lässt das Vertraute als Teil eines neuen Ganzen erscheinen.

Spelterini

Weitere Luftaufnahmen von Eduard Spelterini können Sie auf Wikimedia Commons entdecken.

Alex Capus zu Eduard Spelterini.

Quelle:

Alex Capus über Eduard Spelterini, Video: Simon Schmidt, Schweizerische Nationalbibliothek

Ballon

Taube

Flugzeug

Satellit

Quelle:

NASA Livestream: Earth Views from the Space Station. Online: Youtube

Drohne

Am 14. April 2014 stellt Amit Gupta sein «Bernal Hill selfie» online. Der kurze Clip stösst auf Begeisterung. Er zeigt eine Selbstaufnahme per Drohne. Ein Kommentator prägt dafür den Begriff «Dronie». Mit Guptas Video geht die Luftaufnahme per Drohne in die Populärkultur ein. Drohnen können jeden Ausflug festhalten – oder hinter Hecken und durch Fenster blicken. Sie machen Luftaufnahmen allgemein möglich, mit allen Vor- und Nachteilen.

Quelle:

"Bernal Hill Selfie" by Amit Gupta 2014. Online: Vimeo

Eine ganz andere Drohnenaufnahme zeigt einen Vorplatz im südafghanischen Kandahar. Wenig später detoniert eine Hellfire-Rakete. Es ist der erste bekannte Drohnenangriff. Bis heute bleibt unklar, wie viele Menschen an diesem 7. Oktober 2001 sterben. Genauso unbekannt ist die Zahl der tausenden Drohnentoten seither. Sicher ist dagegen: Der Blick von oben bedeutet Macht. Er dient seit jeher militärischen Zielen.

Dronies aus der Ausstellung

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